23 Prozent der Babys und Kleinkinder werden in Deutschland wegen Neurodermitis behandelt. Neurodermitis tritt in der Regel schubweise auf. Die ersten Symptome zeigen sich meist schon im dritten Lebensmonat als Milchschorf.

Frühe Anzeichen für Neurodermitis bei Babys

Milchschorf hat übrigens nichts mit Milchunverträglichkeit zu tun. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass die Hautveränderungen verbrannter, angetrockneter Milch im Topf ähneln. Nicht jedes Kind, das Milchschorf auf dem Kopf hat, bekommt automatisch Neurodermitis. Bei der Erkrankung müssen mehrere Faktoren zusammenkommen.

Milchschorf wird leicht mit dem harmlosen Kopfgneis verwechselt. Kopfgneis ist gekennzeichnet durch weiche, fetthaltige, leicht gelbliche Schuppen. Sie treten im ersten Lebensmonat auf und verschwinden im Laufe des ersten Lebensjahres von selbst.

Mehr zu den typischen Symptomen bei Neurodermitis finden Sie hier.

Neurodermitis bei Kleinkindern und Babys erkennen

 

Baby Neurodermitis? – welcher Arzt ist der richtige?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Baby oder Kleinkind an Neurodermitis erkrankt ist, sollten Sie einen spezialisierten Kinderarzt oder Dermatologen um Rat fragen. Diese kennen sich besonders gut mit den therapeutischen Bedürfnissen der kleinen Patienten aus.

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Der richtige Arzt bei Neurodermitis

 

Behandlung von Neurodermitis bei Babys und Kleinkindern

Richtige Pflege:

Das A und O der Basistherapie ist eine sorgfältige Hautpflege. Sie ist der wichtigste Teil der Behandlung bei kleinen Kindern, da ihre Haut schneller austrocknet, als die Erwachsener. Kinder sollten täglich von Kopf bis Fuß eingecremt werden. Mit den vom Facharzt empfohlenen Cremes und Lotionen können Sie Babys trockene Haut pflegen, den Juckreiz lindern und die Barrierefunktion der Haut unterstützen. Eine All-in-one-Salbe gibt es leider nicht. Je nach Stadium und betroffener Hautpartie hilft nur vorsichtiges Ausprobieren. Kurze, nicht zu heiße Bäder mit rückfettenden Ölen (wie z.B Balneum Hermal) sind erlaubt, eine Fünf-Minuten-Dusche ist noch besser.
Was für die Großen gilt, gilt auch für den Nachwuchs. Versuchen Sie Auslöser zu erkennen und zu vermeiden.


Zu Balneum Hermal





Arzneimittel:

Gegen starken Juckreiz und Entzündungen helfen oft nur Medikamente. Doch Babys und Kleinkinder haben eine wesentlich empfindlichere Haut und reagieren anders auf Wirkstoffe als Erwachsene. Zahlreiche Medikamente sind in der jüngsten Altersklasse gar nicht zugelassen. Synthetische Gerbstoffe können auch bei Babys zur Bekämpfung von Entzündungen und gegen Juckreiz eingesetzt werden.

Kratzschäden vermeiden:

Sorgen Sie für kurze Fingernägel, damit sich Ihr Baby nicht kratzen kann. Nachts können Sie ihm zum Schutz Kratzhandschuhe aus dünner Baumwolle überziehen.




Ratgeber bei entzündeter, juckender Haut

In unserer Online-Broschüre finden Sie Informationen, nützliche Tipps und Hilfe zum Thema entzündete, juckende Haut. Eine gedruckte Version erhalten Sie bei Ihrem Arzt.

 

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Tannosynt Ratgeber beu entzündeter, juckender Haut

 

Neurodermitis bei Babys – darf mein Kind geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Neurodermitis regulär zu impfen. Bei akuten Entzündungen rät sie dazu, die Impfung bis zur Stabilisierung des Hautbefundes zu verschieben.

Besonderheiten der kindlichen Haut

Babyhaut wird als besonders zart und weich empfunden. Doch welche Besonderheiten weist die Haut tatsächlich auf? Worauf muss man bei der Reinigung und Pflege achten? Antworten zu diesen Fragen sowie weitere nützliche Tipps rund um das Thema Baby- und Kinderhaut erfahren Sie hier

Der erste intensive Kontakt der Babys zur Umwelt erfolgt über die Haut – andere Sinnesorgane, wie z. B. die Augen, entwickeln erst langsam nach der Geburt die volle Funktionsfähigkeit.
Direkt nach der Geburt ist die Haut des Kindes mit der sogenannten „Käseschmiere“ (Vernix caseosa) – einem weißlichen Belag – bedeckt. Gebildet wird die Käseschmiere bereits im Verlauf des letzten Drittels der Schwangerschaft. Die Haut des Ungeborenen wird so schon im Mutterleib vor schädigenden äußeren Einflüssen, wie z.B. Bakterien, geschützt. Zum Zeitpunkt der Geburt besitzt die Haut des Neugeborenen bereits eine nahezu vollständig ausgebildete Barrierefunktion. Dennoch wird empfohlen die Käseschmiere nicht unmittelbar nach der Geburt zu entfernen. Sie bietet dem Säugling in den ersten Lebenstagen noch einen zusätzlichen Schutz.
Bei Frühgeborenen ist die Barrierefunktion der Haut stark beeinträchtigt. Nur durch eine intensiv-medizinische Betreuung kann der Feuchtigkeits- und Wärmeverlust über die Haut ausgeglichen werden.

Trockene Hautstellen beim Baby

Die Haut des Neugeborenen ist vergleichsweise trocken. Jedoch steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Haut kontinuierlich. Am Ende des ersten Lebensmonats hat die Babyhaut bereits denselben Feuchtigkeitsgehalt wie die gesunde Erwachsenenhaut. Durch eine verminderte Talg- und Schweißdrüsenfunktion neigt die Haut jedoch weiterhin zur Trockenheit. Zudem ist die kindliche Haut dünner als die von Erwachsenen und hat eine geringere Fähigkeit zu pigmentieren. Da die Pigmentierung als hauteigener Lichtschutz dient, sollen Säuglinge im ersten Lebensjahr grundsätzlich keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Kleinkinder und Kinder, die sich draußen aufhalten, sollen durch entsprechende Bekleidung und Kopfbedeckung sowie durch Sonnenschutzprodukte mit hohem UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktoren geschützt werden. Zu empfehlen sind Sonnenschutzprodukte mit sogenannten physikalischen Lichtschutzfiltern. Diese wirken durch Reflexion des Sonnenlichts als Sonnenschutz und sind gut verträglich.

Im Verhältnis zum Körpergewicht ist die Körperoberfläche bei Babys und Kindern deutlich größer als bei Erwachsenen. Dies führt dazu, dass Babys einen höheren Feuchtigkeitsverlust haben und schneller auskühlen.

Auch Arzneistoffe, die äußerlich aufgetragen werden, gelangen dadurch in höheren Konzentrationen in den Blutkreislauf. Daher sollten wirkstoffhaltige Cremes und Salben nicht bedenkenlos auf großen Hautflächen des Kindes aufgetragen werden. Wenden Sie Arzneimittel auf der Haut nur nach Anweisung eines Arztes an.

Babyhaut – Die richtige Pflege

Gesicht, Hände und Windelbereich sollten täglich gereinigt werden. Am Besten verwendet man dazu klares Wasser und milde synthetische Detergentien (sogenannte Syndets), die einen leicht sauren pH-Wert aufweisen (pH 5 – 6). Vom täglichen Baden hautgesunder Babys wird heutzutage abgeraten, da bereits reines Wasser die Haut austrocknet.
Im Allgemeinen ist es ausreichend, Neugeborene in klarem Wasser zwei- bis dreimal pro Woche zu baden. Die Badedauer sollte etwa fünf Minuten betragen. Schaumbäder sind aufgrund der stärker austrocknenden Wirkung wenig geeignet. Ist die Haut sichtbar trocken, sollten rückfettende, medizinische Ölbäder, z.B. Balneum Hermal, dem Badewasser zugesetzt werden. Für die Behandlung entzündlicher, juckender und nässender Hauterkrankungen in der Kinderheilkunde werden zudem seit Jahren Tannosynt Präparate gerne eingesetzt.
Zur Pflege trockener Baby- und Kinderhaut nach dem Bad eignen sich Wasser-in-Öl (W/O) oder Öl-in-Wasser Emulsionen. Die Pflegeprodukte sollten sich gut auf der Haut verstreichen lassen, damit das Eincremen als angenehm empfunden wird.

Ist die Haut des Kindes gereizt, entzündet oder juckt diese stark, sind Kinder- oder Hautärzte die richtigen Ansprechpartner. Sie empfehlen geeignete Pflegemaßnahmen oder leiten eine wirksame Behandlung ein.

Baby Ölbad – Tipps zum Baden & zur Kleidung

  • Baden Sie Ihr Kind höchstens zwei bis drei Mal pro Woche. Außerdem sollte ein Bad möglichst nicht länger dauern als 5 Minuten. Ansonsten trocknet die Haut zu sehr aus.
  • Als Badezusatz bei trockener Baby- oder Kinderhaut eignet sich am Besten ein medizinisches Ölbad.
  • Achten Sie darauf, dass die Wassertemperatur sowohl beim Baden als auch beim Duschen nicht zu hoch ist. Zu heißes Wasser entfettet die Haut.
  • Die Haut sollte nach dem Baden in einem Ölbad vorsichtig mit einem weichen Handtuch abgetupft werden. Starkes Abrubbeln vermindert den Behandlungseffekt.
  • Kinderkleidung sollte insbesondere bei empfindlicher, trockener Haut leicht und luftig sein. Gut geeignet sind Baumwollstoffe und atmungsaktive Materialien.
  • Die Kleidung sollte vor dem ersten Tragen gewaschen werden, um Reizungen durch Chemikalien im Stoff zu vermeiden.

Weiterführende Informationen

Ratgeber Neurodermitis

Neurodermitis Informationen
Was ist Neurodermitis? – Informationen zur Behandlung von Neurodermitis sowie Symptome und Bilder der Krankheit finden Sie auf unserer Ratgeberseite.

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Neurodermitis bei Kindern

Neurodermitis bei Kindern

Neurodermitis bei Kindern hat sich in den letzten Jahrzehnten verdreifacht. Das atopische Ekzem manifestiert sich meist schon in früher Kindheit.

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Basispflege-Creme

Basis-Pflege-Creme-Neurodermitis

Neurodermitis-Cremes gehören zur sog. Basistherapie der Neurodermitis. Die Wahl einer geeigneten Creme hängt vom Stadium ab.

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Tannosynt®, Creme, flüssig, Lotio
Wirkstoff: Phenol-Methanal-Harnstoff-Polykondensat, sulfoniert, Natriumsalz (Synthetischer Gerbstoff). Anwendungsgebiete: Synthetischer Gerbstoff beeinflusst aufgrund seiner adstringierenden, gerbenden und schorfbildenden Wirkung bestimmte entzündliche, nässende und juckende Hauterkrankungen; er lässt sich bei folgenden Erkrankungen einsetzen: Creme: Zur unterstützenden Behandlung von Hauterkrankungen, die mit Entzündung, Nässen und Juckreiz verbunden sind. Flüssig: Symptomatische Behandlung von akuten, entzündlichen, nässenden und juckenden Hauterkrankungen an schwer zugänglichen Hautpartien, z.B. in den Körperfalten und im Anal- und Genitalbereich; unterstützende Behandlung bei Windeldermatitis und bei übermäßiger Schweißabsonderung (Hyperhidrosis). Lotio: Akut entzündl., nässende u. juckende oberfl. Hauterkrankungen, insbes. in Hautfalten. Windeldermatitis beim Säugling und Kleinkind. Lokalbehandlung juckender Hautausschläge, z.B. Windpocken oder übermäßiger Schweißabsonderung (Hyperhidrosis). Warnhinweise: Tannosynt darf nicht in die Augen gelangen. Creme: Cetylalkohol und Propylenglycol können örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen. Flüssig: Das im Duftstoff enthaltene Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen. Nicht unverdünnt anwenden! Nur zur äußerlichen Anwendung geeignet. Lotio: Methyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen. Entölte Phospholipide aus Sojabohnen können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen. Tannosynt Lotio nicht auf die behaarte Kopfhaut auftragen, da es an nässenden Hautstellen zu Verklebungen der Haare kommen kann. hervorrufen.
Stand der Information Tannosynt Creme/flüssig: August 2014
Stand der Information Tannosynt Lotio: Juni 2016

Balneum Hermal®, Balneum Hermal® F, Balneum Hermal® Plus
Wirkstoff: Balneum Hermal: Raffiniertes Sojaöl. Balneum Hermal F: Erdnussöl, dünnflüssiges Paraffin. Balneum Hermal Plus: Raffiniertes Sojaöl, Macrogollaurylether 6,5 (Polidocanol). Anwendungsgebiete: Balneum Hermal: Zur unterstützenden Behandlung von Hautkrankheiten mit trockener, leicht juckender Haut, wie z.B. atopisches Ekzem (Neurodermitis), Psoriasis, Ichthyosis, Pruritus senilis, Ekzeme wie Windelekzem, Waschekzem. Balneum Hermal F: Zur unterstützenden Behandlung bei trockener, schuppender, juckender und empfindlicher Haut, wie z.B. atopisches Ekzem (Neurodermitis), Psoriasis, Ichthyosis. Balneum Hermal Plus: Zur unterstützenden Behandlung aller Hauterkrankungen, die mit Austrocknung einhergehen, insbesondere wenn diese von Juckreiz begleitet sind, wie z.B. atopisches Ekzem (Neurodermitis), chronisches Ekzem, Pruritus senilis. Zur unterstützenden Behandlung der Psoriasis. Warnhinweise: Balneum Hermal: Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen, Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen. Das im Parfümöl enthaltene Benzylbenzoat kann leichte Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen. Balneum Hermal F: Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen, Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen. Balneum Hermal Plus: Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen. Das im Parfümöl enthaltene Benzylbenzoat kann leichte Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
Stand derInformation Balneum Hermal/-F: Februar 2015
Stand der Information Balneum Hermal Plus: Juni 2013

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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